Bundespolizisten greifen bei Kiefersfelden Syrer bei illegaler Einreise auf

Veröffentlichungsdatum: 11. Oktober, 2017 | 14:02 redaktion

Beschaffung falscher Papiere erfolgte bei Schleusern in Griechenland

Kiefersfelden – Die illegale Massenmigration nach Deutschland mit gefälschten Pässen oder auch ganz ohne Dokumente geht weiter. So hat die Bundespolizei am 9. Oktober bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn vier syrische Staatsbürger wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und des Verschaffens von falschen Ausweisen festgenommen.

In den Vormittagsstunden überprüften Bundespolizisten an der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden die Insassen eines Reisebusses, der von Italien nach München unterwegs war. Ein syrisches Pärchen legte dabei deutsche „Flüchtlingspässe“ vor. Schnell stellte sich heraus, dass die Lichtbildseite im Pass der 28-Jährigen ausgetauscht worden war. Ihr 32-jähriger Ehemann gab auf Nachfrage zu, das gefälschte Dokument für 1.000 Euro in Griechenland gekauft zu haben. Auf diese Weise wollte der in Nordrhein-Westfalen lebende Syrer seine Frau illegal nach Deutschland holen. Er wird wegen Urkundenfälschung und Beschaffung von falschen amtlichen Ausweisen angezeigt. Die Ehefrau wird sich auf Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft in einem „beschleunigten Verfahren“ verantworten müssen, wie es amtsdeutsch heißt.

Kurze Zeit später mussten eine 45-jährige Syrerin und ihr 17 Jahre alter Sohn ebenfalls auf der A93 einen anderen Fernreisebus verlassen. Sie hatten den Bundespolizisten griechische Ausweise vorgelegt, um sich die Einreise mit gefälschten Dokumenten zu erschleichen. Ihre echten Pässe waren im Gepäck versteckt. Laut Aussage der Mutter hatte sie die falschen Papiere in Griechenland von einem Schleuser erhalten. Die Traunsteiner Staatsanwaltschaft entschied auch in diesem Fall, ein „beschleunigtes Verfahren“ durchzuführen.

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Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist eine der größten Flächeninspektionen Deutschlands. Ihr gehören die Bundespolizeireviere Freilassing, Weilheim, Kempten und Lindau an. Damit ist sie vom Berchtesgadener Land bis zur Bodenseeregion für bahn- und grenzpolizeiliche Aufgaben zuständig. Für den Kampf gegen illegale Migration und Schleusungskriminalität im 650 Kilometer langen deutsch-österreichischen Grenzgebiet stehen der Bundespolizeiinspektion aber nur etwa 550 Mitarbeiter zur Verfügung.

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