37,6 Prozent aller 2016 in Bayern verurteilten Straftäter waren Ausländer

Veröffentlichungsdatum: 20. Oktober, 2017 | 20:12 redaktion

Die Gesamtzahl der Verurteilten erhöhte sich um 4,5 Prozent

München – Im Jahr 2016 wurden in Bayern 118.544 Personen rechtskräftig verurteilt und damit 4,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei handelte es sich überwiegend um Erwachsene (87,2 Prozent). Die Anteile der verurteilten Heranwachsenden bzw. Jugendlichen lagen bei 8,2 bzw. 4,6 Prozent. 44,3 Prozent aller Verurteilten hatten bereits mindestens einen Eintrag im Bundeszentralregister, waren also vorbestraft. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, entschieden die Gerichte 2016 in 83,4 Prozent der Fälle auf eine Verurteilung.

Insgesamt waren 74.018 (62,4 Prozent) der im Jahr 2016 für schuldig befundenen Personen Deutsche. Der Anteil der Ausländer an allen Verurteilten lag bei 37,6 Prozent (44.526) und damit höher als im Vorjahr (34,3 Prozent) und deutlich über dem ausländischen Bevölkerungsanteil im Freistaat. Die Bürger aller 28 EU-Staaten waren mit 47,5 Prozent an allen verurteilten Ausländern vertreten.

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Wenn man berücksichtigt, dass Kriminelle mit Migrationshintergrund nach ihrer Einbürgerung als Deutsche gelten, liegt der Anteil der Straftäter mit ausländischen Wurzeln noch deutlich höher als 37,6 Prozent. Dieser Wert bezieht sich ja nur auf jene Verurteilten, die nicht den deutschen Pass haben.

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